Tradition in Auflösung-Karstadt Leipzig

Wir reden hier nicht nur darüber das ein Kaufhaus mit Tradition in Leipzig zugemacht wird, sondern wir reden hier vom Schicksal von über 500 Menschen. Menschen die zwischen die Mühlsteine von wirtschaftlichen Interessen geraten sind, und nun die Opfer sind. Begonnen hatte alles mit einer “satten Mieterhöhungsforderung ” durch den jetzigen Eigentümer” der Karstadt Leipzig Immobilie. 70% Mietaufschlag wollte er bei Abschluss eines neuen Mietvertrages haben.

Eine Zahl die für sich Alleine ja noch gar nichts besagt, wenn man nicht die Bezugsgröße kennt, auf der diese Mieterhöhung sich berechnen lässt. Dazu gibt es bis heute auch keine klaren Aussagen von Karstadt selber. Vor Jahren, als Karstadt in der Krise war, hatten die damaligen Vermieter erhebliche Kompromisse bei den Mieten gemacht, so dass es durchaus sein kann, das die neue Miete die Karstadt Leipzig zu bezahlen gehabt hätte, eine marktübliche Miete gewesen wäre.

Hätte, wäre, wenn es kam anders obwohl sich sogar das Leipziger Rathaus beflissen sah in den Mietstreit einzugreifen. Eine völlig unübliche Maßnahme, die dann auch keinem geholfen hat. Im Gegenteil, Oberbürgermeister Burkhard Jung hat auch hier eine überflüssige Niederlage erlitten, die er sich hätte ersparen können. Jener Oberbürgermeister Burkhard Jung der in der letzten Woche, als er sich zur Wahl als Nachfolger des Ostdeutschen Sparkassen Verbandes zu Wahl gestellt hat, so richtig „abgewatscht „wurde. Nun, man kann nicht immer nur der Gewinner im Leben sein, aber Burkhard Jung sollte dann sich mal nach neuen Beratern für sein Umfeld umschauen.

Es ist schon sehr traurig, so eine noch Karstadt Leipzig Mitarbeiterin die wir auf ihre “persönlichen Gefühle” zur Karstadt Schließung angesprochen haben. Natürlich hofft nahezu jeder der Karstadt Leipzig angestellten Mitarbeiter, das es auch jetzt noch eine Einigung mit dem Vermieter geben könnte, so alles noch weitergehen könnte für Karstadt in Leipzig und seine über 400 Mitarbeiter. Über 20 Jahre ist unsere Gesprächspartnerin jetzt im Unternehmen Karstadt beschäftigt und hat nach eigenen Angaben “viele Hochs und Tiefs” in dieser Zeit erlebt. Ihr fällt es schwer zu akzeptieren, das nun wirklich bald Schluss ist mit Karstadt in Leipzig, auch wenn die Ausverkaufsschilder jetzt dann eine andere Sprache sprechen.

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